Café frappé selber machen und vom Eiskaffee unterscheiden

Thea Henkel .

15. Juli 2026

Zwei erfrischende Cafe Frappe mit Eis und Schaum stehen am Poolrand.
Ein Café frappé ist die unkomplizierte Antwort auf heiße Tage, wenn Kaffee erfrischen und trotzdem kräftig schmecken soll. Ich zeige, was hinter dem griechischen Kaltgetränk steckt, wie es sich vom deutschen Eiskaffee unterscheidet und wie du es mit wenigen Zutaten cremig, schaumig und ausgewogen zubereitest.

Der beste Frappé ist kalt, schaumig und nicht unnötig kompliziert

  • Café frappé basiert traditionell auf Instantkaffee, Wasser, Eis und optional Zucker.
  • Deutscher Eiskaffee wird meist mit Vanilleeis und Schlagsahne serviert.
  • Für eine kräftigere Variante eignen sich Espresso oder Cold Brew besser als dünner Filterkaffee.
  • Ein stabiler Schaum entsteht durch kräftiges Schütteln oder Mixen.
  • Die ideale Zubereitungszeit liegt bei unter fünf Minuten.

Was einen Café frappé wirklich ausmacht

Der klassische Café frappé stammt aus Griechenland und wird traditionell mit löslichem Kaffee, kaltem Wasser und Eiswürfeln zubereitet. Zucker kommt nach Geschmack dazu, Milch ist möglich, aber kein Muss. Entscheidend ist nicht nur die Temperatur, sondern der feinporige Schaum, der beim Schütteln entsteht.

Genau dieser Schaum unterscheidet das Getränk von vielen einfachen Varianten von Eiskaffee. Ich mag am Frappé besonders, dass er trotz weniger Zutaten intensiv schmeckt und nicht automatisch schwer oder dessertartig wirkt. Die verbreitete Entstehungsgeschichte führt ins Thessaloniki der 1950er-Jahre zurück, wo löslicher Kaffee kalt mit Wasser und Eis zubereitet wurde.

Warum Instantkaffee traditionell dazugehört

Instantkaffee löst sich auch in kaltem Wasser schnell und bildet beim Schütteln eine stabile, luftige Krone. Frisch gemahlener Kaffee funktioniert dafür nicht gleich gut, weil sich seine Aromastoffe in kaltem Wasser nur langsam lösen. Wer mehr Tiefe möchte, kann trotzdem mit einem kleinen Espresso oder konzentriertem Cold Brew arbeiten, erhält dann aber eine moderne Abwandlung.

So gelingt der griechische Frappé zu Hause

Für ein großes Glas brauche ich 2 Teelöffel Instantkaffee, 1 bis 2 Teelöffel Zucker, etwa 30 Milliliter kaltes Wasser, 120 bis 150 Milliliter kaltes Wasser oder Milch und eine Handvoll Eiswürfel. Weniger Zucker lässt die Röstaromen deutlicher hervortreten, während Milch den Geschmack abrundet.

  1. Kaffee, Zucker und etwa 30 Milliliter Wasser in einen Shaker oder ein Schraubglas geben.
  2. Die Mischung 20 bis 30 Sekunden kräftig schütteln, bis ein dichter, heller Schaum entsteht.
  3. Eiswürfel in ein hohes Glas füllen und den Kaffeeschaum darübergeben.
  4. Mit kaltem Wasser oder Milch auffüllen und vorsichtig umrühren.
Im Mixer wird das Ergebnis homogener und etwas cremiger. Dafür kannst du Kaffee, Wasser, Eis und Milch direkt für 15 bis 20 Sekunden mixen. Zu langes Mixen erwärmt das Getränk leicht und lässt die Eiswürfel stärker schmelzen, wodurch der Geschmack wässrig werden kann.

Das richtige Verhältnis für den Geschmack

Variante Kaffee Flüssigkeit Geschmack
Kräftig 2,5 TL Instantkaffee 120 ml Wasser Intensiv und trocken
Ausgewogen 2 TL Instantkaffee 150 ml Wasser oder Milch Rund und erfrischend
Cremig 1,5 TL Instantkaffee 120 ml Milch Milder und weicher

Mein persönlicher Ausgangspunkt ist die mittlere Variante. Sie lässt sich leicht anpassen, ohne dass der Kaffee bitter oder unangenehm dünn wird. Beim Süßen würde ich zunächst sparsam vorgehen, denn kalte Getränke schmecken oft weniger süß als warme, brauchen aber nicht automatisch mehr Zucker.

Café frappé und deutscher Eiskaffee sind nicht dasselbe

In Deutschland meint Eiskaffee meistens kalten Kaffee mit Vanilleeis und Schlagsahne. Der Frappé wird dagegen durch Eiswürfel gekühlt und lebt von seinem Kaffeeschaum. Beide Getränke sind kalt, verfolgen geschmacklich aber ein anderes Ziel.

Merkmal Café frappé Deutscher Eiskaffee
Kaffeegrundlage Instantkaffee oder konzentrierter Kaffee Abgekühlter Filterkaffee oder Espresso
Kühlung Eiswürfel Vanilleeis
Textur Luftig, schaumig, leicht Cremig, dessertartig
Typische Ergänzung Milch und Zucker Schlagsahne und manchmal Kakaopulver
Zubereitungszeit Etwa 3 bis 5 Minuten Etwa 10 Minuten inklusive Abkühlzeit
Wenn du einen leichten Wachmacher für den Nachmittag möchtest, ist der Frappé meist die bessere Wahl. Für ein süßes Dessert im Glas passt deutscher Eiskaffee besser. Gerade in Cafés lohnt sich deshalb ein kurzer Blick auf die Beschreibung, weil der Begriff „Frappé“ je nach Land auch einen Milchshake oder ein stark gemixtes Eisgetränk bezeichnen kann.

Welche Varianten wirklich funktionieren

Mit Milch oder pflanzlichen Alternativen

Ein Schuss Milch macht den Kaffee weicher und nimmt bitteren Noten die Spitze. Haferdrink sorgt für eine leicht süßliche, cremige Textur, während ungesüßter Mandeldrink deutlich leichter bleibt. Bei stark gesüßten Barista-Drinks würde ich den zusätzlichen Zucker reduzieren.

Mit Espresso oder Cold Brew

Für eine aromatischere Version kannst du 30 bis 40 Milliliter Espresso vollständig abkühlen lassen und mit Eis, Milch und etwas Sirup mixen. Cold Brew ist weniger bitter und eignet sich gut, wenn das Getränk länger stehen soll. Der Schaum fällt bei beiden Varianten meist schneller zusammen als beim traditionellen Instantkaffee-Frappé.

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Mit Vanille, Kakao oder Karamell

Eine kleine Menge Vanillesirup, Kakaopulver oder Karamellsauce verändert den Charakter deutlich. Ich würde zuerst nur 5 bis 10 Milliliter Sirup verwenden, damit der Kaffee nicht zur Süßspeise wird. Zimt oder eine Prise Salz können ebenfalls helfen, die Röstaromen hervorzuheben.

Für eine vegane Version genügen pflanzlicher Drink und ein Sirup ohne Milchbestandteile. Schlagsahne oder Eiscreme sind dafür nicht erforderlich. Das Ergebnis bleibt frisch und passt besser zu einem Getränk, das man langsam über Eis trinkt.

Diese Fehler machen den Frappé wässrig oder bitter

Der häufigste Fehler ist zu viel Wasser bei zu wenig Kaffee. Schmelzen die Eiswürfel zusätzlich schnell, verliert das Getränk innerhalb weniger Minuten an Körper. Ich kühle deshalb die Flüssigkeit vorher und verwende möglichst große, feste Eiswürfel.

  • Zu wenig Schütteln: Der Schaum bleibt dünn und fällt rasch zusammen.
  • Heißer Espresso auf Eis: Das Eis schmilzt sofort und verdünnt den Kaffee.
  • Zu viel Zucker: Die Süße überdeckt Röstaromen und Frische.
  • Zu feines Eis im Mixer: Das Getränk wird schnell wässrig.
  • Zu lange Lagerung: Schaum und Aroma verlieren deutlich an Qualität.

Auch die Glasform spielt eine kleine Rolle. Ein hohes Glas bietet genug Platz für Eis und Schaum, ohne dass das Getränk überläuft. Serviert werden sollte der Frappé sofort, denn seine beste Textur hat er in den ersten 10 bis 15 Minuten.

Die kleine Stellschraube, die den Frappé deutlich besser macht

Wenn ich nur eine Sache empfehlen dürfte, wäre es die Wahl eines kräftigen, nicht zu bitteren Instantkaffees und gut gekühlter Zutaten. Der Kaffee muss nicht teuer sein, aber er sollte aromatisch genug bleiben, wenn Eis und Wasser ihn verdünnen.

Für einen klassischen griechischen Frappé reichen Shaker, Glas und Eiswürfel. Wer ein cremigeres, moderneres Getränk bevorzugt, nimmt Espresso, Milch und einen Mixer. So bleibt die Entscheidung einfach: Frappé für Schaum und Erfrischung, Eiskaffee für Eiscreme und Dessertgefühl.

Häufig gestellte Fragen

Schüttle 2 Teelöffel Instantkaffee, 1 bis 2 Teelöffel Zucker und etwa 30 Milliliter kaltes Wasser 20 bis 30 Sekunden kräftig. Gib den Schaum auf Eiswürfel und fülle das Glas mit 120 bis 150 Millilitern kaltem Wasser oder Milch auf.
Café frappé wird mit Eiswürfeln gekühlt und erhält durch das Schütteln eine luftige Schaumschicht. Deutscher Eiskaffee besteht meist aus kaltem Kaffee mit Vanilleeis und Schlagsahne und wirkt dadurch cremiger und dessertartiger.
Espresso oder konzentrierter Cold Brew geben dem Getränk mehr aromatische Tiefe als dünner Filterkaffee. Verwende 30 bis 40 Milliliter vollständig abgekühlten Espresso; der Schaum fällt damit allerdings meist schneller zusammen als bei Instantkaffee.
Zu viel Wasser, schnell schmelzende Eiswürfel oder zu langes Mixen können den Geschmack verdünnen. Kühle die Flüssigkeit vor, verwende große feste Eiswürfel und mixe höchstens 15 bis 20 Sekunden. Zu viel Zucker kann außerdem die Röstaromen überdecken.
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Autor Thea Henkel
Thea Henkel
Mein Name ist Thea Henkel und seit 10 Jahren tauche ich tief in die Welt von Kaffee, Tee und Genusskultur ein. Was als persönliche Leidenschaft begann, hat sich zu einer fundierten Expertise entwickelt, die ich gerne auf lou-cafe.de teile. Mich fasziniert die Vielfalt der Aromen, die Geschichten hinter jeder Bohne und jedem Blatt und wie man diese besonderen Momente des Genusses im Alltag kreieren kann. Ich lege Wert darauf, komplexe Themen verständlich aufzubereiten, sei es bei der Erklärung von Brühmethoden, der Vorstellung neuer Sorten oder dem Aufzeigen von Trends. Dabei ist mir wichtig, dass die Informationen, die ich liefere, stets aktuell, nachvollziehbar und nützlich sind.
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