Ein Frappé soll kalt, cremig und trotzdem klar nach Kaffee schmecken. Wer Frappe selber machen möchte, braucht dafür weder eine Espressomaschine noch spezielles Zubehör: Mit Instantkaffee, Eiswürfeln und einem Shaker gelingt die griechische Variante in wenigen Minuten. Ich zeige außerdem, worin der Unterschied zum deutschen Eiskaffee liegt und welche Zubereitung sich für welchen Geschmack eignet.
Die wichtigsten Handgriffe für ein gelungenes Frappé
- Basis: Instantkaffee, kaltes Wasser, Eiswürfel und nach Wunsch Zucker.
- Menge: Für ein Glas reichen meist 2 Teelöffel Kaffee und 150 bis 200 Gramm Eis.
- Schaum: Kräftiges Schütteln oder Aufschäumen entscheidet über die typische Frappé-Krone.
- Milch: Erst nach dem Aufschäumen hinzugeben, damit der Schaum stabiler bleibt.
- Unterschied: Griechisches Frappé wird mit Instantkaffee zubereitet, deutscher Eiskaffee meist mit kaltem Filterkaffee und Vanilleeis.

Das Grundrezept für griechisches Frappé
Für die klassische Version benötige ich pro Glas 2 Teelöffel löslichen Kaffee, 30 bis 50 Milliliter kaltes Wasser, 1 bis 2 Teelöffel Zucker nach Geschmack, Eiswürfel und optional 100 bis 150 Milliliter kalte Milch. Entscheidend ist löslicher Kaffee, weil er sich direkt in wenig Wasser auflösen und beim Schütteln den charakteristischen Schaum bilden kann.
- 2 Teelöffel Instantkaffee
- 30 bis 50 ml kaltes Wasser
- 1 bis 2 Teelöffel Zucker, optional
- 150 bis 200 g Eiswürfel
- 100 bis 150 ml kalte Milch, optional
Gib Kaffee, Wasser und Zucker in einen Shaker oder ein großes Schraubglas. Schüttle die Mischung 20 bis 30 Sekunden kräftig, bis ein dichter, hellbrauner Schaum entsteht. Danach füllst du das Glas mit Eiswürfeln, gießt den Kaffeeschaum darüber und ergänzt die Milch langsam.
Ich nehme lieber etwas weniger Wasser als zu viel. Eine konzentrierte Schaumbasis schmeckt kräftiger und wird durch Eis und Milch später ohnehin verdünnt. Wer den Kaffee besonders intensiv mag, verwendet 2,5 Teelöffel Instantkaffee, sollte dann aber mit dem Zucker sparsam umgehen.
So gelingt der Schaum auch ohne Shaker
Ein Shaker ist praktisch, aber kein Muss. Ein Schraubglas mit fest sitzendem Deckel funktioniert genauso gut. Lass etwas Luft im Glas, damit sich die Flüssigkeit bewegen kann, und schüttle es nicht randvoll mit Eis, denn die Eiswürfel bremsen die Schaumbildung.
Mit dem Milchaufschäumer
Für kleine Mengen eignet sich ein elektrischer Milchaufschäumer. Vermische Kaffee, Wasser und Zucker zunächst in einem hohen Gefäß und schäume die Mischung 30 bis 45 Sekunden auf. Der Schaum wird meist etwas feiner als im Shaker, dafür ist diese Methode schnell und sauber.
Mit dem Standmixer
Im Standmixer kannst du alle Zutaten direkt vermengen. Das Ergebnis wird allerdings eher cremig und gleichmäßig als luftig. Ich würde den Mixer vor allem dann einsetzen, wenn zusätzlich Banane, Kakao oder Vanille ins Glas kommen sollen.
Ein häufiger Fehler ist, die Milch von Anfang an mitzuschütteln. Das ergibt zwar ein milchiges Getränk, aber oft einen weniger stabilen Schaum. Für die typische Optik kommt die Milch erst nach dem Aufschäumen ins Glas.
Frappé und deutscher Eiskaffee sind nicht dasselbe
Im Alltag werden beide Getränke oft gleichgesetzt, geschmacklich unterscheiden sie sich aber deutlich. Das griechische Frappé basiert auf aufgeschäumtem Instantkaffee und Eiswürfeln. Der klassische deutsche Eiskaffee besteht dagegen meist aus kaltem Filterkaffee, Vanilleeis und Schlagsahne.
| Getränk | Kaffeegrundlage | Typische Zutaten | Geschmack |
|---|---|---|---|
| Griechisches Frappé | Instantkaffee | Wasser, Eiswürfel, optional Milch und Zucker | Kräftig, schaumig, erfrischend |
| Deutscher Eiskaffee | Kalter Filterkaffee | Vanilleeis, Milch oder Sahne, Schlagsahne | Rund, süß, dessertartig |
| Iced Latte | Espresso | Milch und Eiswürfel | Sanft, milchig, weniger schaumig |
Für einen klassischen Eiskaffee kochst du zunächst 150 bis 200 Milliliter starken Kaffee und lässt ihn vollständig abkühlen. Anschließend gibst du zwei Kugeln Vanilleeis in ein Glas, gießt den kalten Kaffee darüber und krönst das Getränk nach Wunsch mit Schlagsahne.
Heißer Kaffee direkt auf das Eis zu gießen, funktioniert zur Not, verwässert den Geschmack aber schneller. Besser ist Kaffee, der mindestens 30 Minuten im Kühlschrank abgekühlt wurde. Noch praktischer sind Kaffee-Eiswürfel, weil sie beim Schmelzen keine zusätzliche Wässrigkeit erzeugen.
Welche Zutaten machen den größten Unterschied
Bei dieser Zubereitung ist die Kaffeeauswahl wichtiger, als viele zunächst denken. Ein sehr milder Instantkaffee verschwindet schnell hinter Milch und Eis. Ich greife deshalb zu einer kräftigen, eher dunkel gerösteten Sorte und dosiere lieber moderat, statt das Getränk mit zu viel Zucker zu retten.
Kaffee und Süße
Zucker löst sich in kaltem Wasser nur langsam. Deshalb sollte er direkt mit dem Kaffee aufgeschäumt werden. Brauner Zucker bringt eine leicht karamellige Note, während Sirup besonders gleichmäßig verteilt wird. Für eine weniger süße Variante reichen ½ Teelöffel Zucker oder die natürliche Süße der Milch.
Milch und pflanzliche Alternativen
Vollmilch mit etwa 3,5 Prozent Fett macht das Getränk runder und nimmt dem Kaffee etwas Härte. Fettarme Milch wirkt leichter, schmeckt aber weniger cremig. Haferdrink passt meiner Erfahrung nach besonders gut, weil seine milde Getreidenote mit Kaffee harmoniert. Mandel- oder Sojadrink funktionieren ebenfalls, verändern den Geschmack jedoch deutlicher.
Lesen Sie auch: Frappuccino erklärt - Unterschiede, Varianten und einfaches Rezept
Eiswürfel
Große, harte Eiswürfelschmelzen langsamer als kleine Würfel und halten das Getränk länger aromatisch. Verwende möglichst 150 bis 200 Gramm Eis pro Glas. Zu wenig Eis kühlt nicht ausreichend, zu viel Eis verdünnt das Frappé bereits nach wenigen Minuten.
Varianten für mehr Abwechslung im Glas
Das Grundrezept lässt sich leicht anpassen, ohne seinen Charakter zu verlieren. Ich würde zunächst nur eine Zutat verändern, damit der Kaffeegeschmack erkennbar bleibt. Besonders gut funktionieren diese Varianten:
| Variante | Zusatz | Was sich verändert |
|---|---|---|
| Vanille-Frappé | 1 TL Vanillesirup | Weicher und dessertartiger |
| Schoko-Frappé | 1 TL Backkakao oder Schokoladensirup | Kräftiger, leicht bitter und süß |
| Frappé ohne Milch | Nur Wasser und Eis | Deutlich klarer und kaffeeintensiver |
| Hafer-Frappé | 100 bis 150 ml Haferdrink | Cremig mit milder Getreidenote |
| Bananen-Frappé | ½ reife Banane | Dicker, süßer und eher smoothieartig |
Für eine besonders kalte, cremige Version kannst du einen Teil der Milch in Eiswürfelbehältern einfrieren. Milch-Eiswürfel schmelzen direkt in die Textur ein und verhindern, dass der Kaffee durch gewöhnliches Wasser zu dünn wird.
Espresso eignet sich für einen modernen Iced Latte, aber nicht für das traditionelle griechische Frappé. Er kann zwar mit Eis und Milch gemixt werden, bildet jedoch nicht dieselbe stabile Schaumbasis. Wer Espresso verwendet, sollte ihn mit 30 bis 40 Millilitern Wasser verlängern oder zwei kurze Shots nehmen, damit das Getränk nicht zu schwach ausfällt.
Typische Fehler bei der kalten Kaffeezubereitung
Der häufigste Fehler ist ein zu wässriges Ergebnis. Ursache sind meist zu viel Wasser, schmelzende Eiswürfel oder Kaffee, der nicht kräftig genug dosiert wurde. Starte mit einer kleinen Wassermenge und verdünne erst am Ende mit Milch.
- Kein Schaum: Der Kaffee war ungeeignet, die Mischung wurde zu kurz geschüttelt oder das Gefäß war zu voll.
- Zu bitter: Weniger Instantkaffee verwenden und mit Milch oder etwas Sirup ausgleichen.
- Zu süß: Zucker nicht nachträglich großzügig einrühren, sondern beim nächsten Glas mit ½ Teelöffel beginnen.
- Zu dünn: Kräftigeren Kaffee nehmen oder Kaffee-Eiswürfel statt Wasser-Eis verwenden.
- Schaum fällt sofort zusammen: Die Milch wurde zu früh eingerührt oder das Getränk stand zu lange warm.
Ein Frappé ist kein Getränk, das lange auf seinen Auftritt wartet. Am besten servierst du es direkt nach der Zubereitung, solange der Schaum noch stabil ist und das Eis kaum geschmolzen hat. Reste würde ich nicht aufbewahren, weil sich die Schichten trennen und der Schaum seine angenehme Struktur verliert.
Mit einem guten Grundrezept wird Eiskaffee zur Alltagssache
Für die griechische Variante genügen Instantkaffee, kaltes Wasser und Eiswürfel. Milch und Zucker sind Geschmacksfragen, kein Pflichtprogramm. Wenn du dagegen den deutschen Eiskaffee möchtest, nimm kalten, kräftigen Filterkaffee, Vanilleeis und etwas Sahne.
Meine wichtigste Empfehlung lautet, die Eiswürfel nicht als Nebensache zu behandeln. Kräftiger Kaffee, wenig Wasser und gutes Eis entscheiden stärker über das Ergebnis als ein teures Gerät. So entsteht zu Hause ein erfrischender Eiskaffee, der nicht nur kalt ist, sondern tatsächlich nach Kaffee schmeckt.